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gelesen: Wonder Woman Anthologie

© Panini Verlag / DC Comics

Das steht drin


Schön wie Aphrodite, klug wie Athene, stärker als Herkules und schneller als Merkur – das ist Diana, von den Göttern aus Ton geformt und mit erstaunlichen Kräften ausgestattet. Sie verteidigt die Schwachen und Unterdrückten als Wonder Woman und verbreitet dabei die Botschaft des Friedens als Vertreterin der Amazoneninsel Themyscira.

Filmkritik: Fantastic 4

© Fox
Ach, es lief nicht gut für Fox. Jedenfalls nicht in Sachen "Fantastic 4". Anfang der 2000er gab es zwei Filme, die vor allem mit einer guten Portion naivem Charme punkten konnten, bei den meisten Zuschauern aber gnadenlos durchfielen. Doch in solchen Zeiten, oder auch wenn die Lizenz droht abzulaufen, gibt es ja immer die Möglichkeit zum Reboot. So auch hier, doch bereits im Vorfeld gab es vor allem eines: Stress. Als die Darsteller bekannt gegeben wurden regte sich der kollektive Unmut. Mister Fantastic ein Teenager, Jamie Bell, das Hemd, als Das Ding? Und von der Möglichkeit zur Adoption wollten die meisten, ewig Gestrigen, auch nichts wissen, und überhaupt: wieso muss man denn auch dauernd hingehen und für weiße Charaktere unbedingt einen Schwarzen besetzen? Eigene Rollen sollte man denen schaffen, aber doch bitte so dass der geneigte 08/15 Zuschauer davon bitte nur ja nichts mitbekommen muss. Und ja, in den vorherigen Sätzen versteckt sich Ironie. Als es dann noch zu Streitereien zwischen Regisseur Josh Trank und Fox kam, Trank kurz vor Start des Films öffentlich erklärte dass er mit dem fertigen Werk nicht einverstanden wäre und überhaupt alles ganz anders hätte sein sollen, schien das Chaos perfekt. Schauen wir uns also an, was letztendlich draus geworden ist. 


Story: "Fantastic Four" erzählt von vier jungen Außenseitern, die in ein gefährliches Paralleluniversum teleportiert werden. Die neue und ungewohnte Umgebung hat immense Auswirkungen auf die physische Konstitution des Teams. Ihr Leben wird unwiderruflich auf den Kopf gestellt und die vier müssen nicht nur lernen mit ihren neuen, angsteinflößenden Fähigkeiten umzugehen, sondern auch Seite an Seite zu kämpfen, um die Welt vor einem neuen Feind zu retten. 
© Fox
Kritik: Wäre ich abergläubisch, dann würde ich mir um dieses Franchise ernsthafte Gedanken machen. Es handelt sich um einen der ältesten Comics von Marvel, beliebt bei den Lesern rund um den Globus. Nun gehören die "Fantastic 4" ja Fox, aber selbst die zeigen in den letzten Jahren mit "X-Men" was sie draufhaben. Woran liegt es also, dass es mit der fantastischen Gruppe einfach nicht klappen will? 

Es wäre sicher nicht zielführend darüber zu spekulieren wer an diesem Film welches Verbrechen begangen hat. Das Studio erzählt eine Geschichte, der Regisseur eine andere, alle dazwischen hüllen sich in dekoratives Schweigen. Schauen wir uns am besten die Einzelteile genauer an, denn in genau diesen wird der Film serviert. Da wäre der Auftakt, in dem ein 11 Jahre junger Reed Richards sich langsam mit seinem absoluten Gegenstück, Ben Grimm anfreundet. Ben hilft ihm bei seinen Experimenten, und wenige Jahre später wird Reed vom Fleck weg ans Baxter Institut geholt, um dort bei der Entwicklung eines Teleporters zu helfen. Hier kommen die überaus intelligente Sue Storm und ihr eher impulsiver Bruder Johnny zum Team dazu. Victor von Doom taucht ebenfalls auf, und der Film ist bis zu diesem Punkt durchaus sympathisch. Die obligatorischen Witze über zu kluge Kinder sitzen teilweise, man lernt die Figuren kennen. Es handelt sich zwar um laufende und sprechende Klischees, aber was soll es. 

Der Schwerpunkt liegt klar auf dem wissenschaftlichen Aspekt der Sache. Die Motivation der vier jungen Leute wird durch von Dooms Misstrauen dem Staat gegenüber effektiv konterkariert und Toby Kebbell weiß zu diesem Zeitpunkt zu begeistern. Generell sind alle Darsteller über die Kritik erhaben, sie arbeiten eindrucksvoll mit dem, was ihnen gegeben wird. Leider verhungern sie sowohl von der Charakterisierung als auch vom Erzähltempo her am langen Arm der Verantwortlichen. So wartet man eine gute Stunde darauf dass die Truppe endlich ihre Kräfte bekommt. Auf den natürlich katastrophalen Besuch auf Planet Zero folgt dann der wohl beste Teil des Ganzen Films. 
© Fox
So wird sich nicht darauf verlassen dass die Menschen ihre Kräfte als Geschenk annehmen und einfach weitermachen in ihrem Alltag. Die Rettung der Welt würde niemand von diesen Teenagern erwarten, die vor allem eines im Angesicht ihrer Kräfte empfinden: puren Horror. Alle finden sie sich in einer Forschungsstation wieder, gefesselt, eingesperrt, betäubt. Hilflos ausgeliefert, sowohl dem eigenen Körper als auch den Forschern. Es sind beklemmende Szenen, und sie zeigen eine Welt auf die es bisher in den Comicverfilmungen so nicht unbedingt gegeben hat. Was, wenn die Veränderung kein Geschenk, sondern ein Fluch, eine Behinderung ist? Doch vor allem an Ben sind diese Tendenzen dann wieder verschenkt. Zu Beginn ist auch er verzweifelt, hat vor allem Angst allein gelassen zu werden. Doch mit welcher Ruhe und Gelassenheit er sich letztendlich dem Willen Anderer fügt grenzt an Lächerlichkeit. 

Die wird dann übertroffen wenn Doktor Doom auf die Erde zurückkehrt. Hier passt einfach nichts zusammen. Die Maske ist längst jenseits von lächerlich angekommen. Dem unfreiwillig komischen Aussehen steht eine brachiale Härte gegenüber, die in zahlreichen explodierenden Köpfen endet und wenigstens für einen kurzen Moment für ein aufhorchen seitens des Zuschauers sorgt. Darauf folgt die vermutlich lieb- und lebloseste Actionsequenz der letzten fünf Jahre, ein Finale das den Namen nicht verdient, ein Bösewicht der schneller in der Vergessenheit versinken wird als mein gestriges Abendessen. Nach 100 Minuten ist der Film dann vorbei, und es bleibt die Erkenntnis dass hier einfach nichts zusammenpassen will. Nicht mal der Soundtrack hat Spaß an dieser Sache, er wirkt furchtbar deplatziert. Episch in Momenten in denen Stille angebracht wäre, zurückhaltend wenn er mit ein bisschen Bombast etwas retten könnte. Die Logiklöcher innerhalb der Geschichte sind überdimensional groß, und die Special Effects sind in ihren besten Momenten gerade so in Ordnung, meistens aber hochgradig peinlich. Gut die Hälfte des Trailer-Materials hat es gar nicht erst in den fertigen Film geschafft.

Das Schlimme daran ist, dass man nicht mal jemandem die Schuld für dieses Chaos in die Schuhe schieben kann. Normalerweise könnte ich mich an dieser Stelle prächtig darüber auslassen welche Fehler seitens der Regie vorliegen. Da aber ein beachtlicher Teil des Films nachgedreht wurde, ohne dass Josh Trank anwesend war, und somit nicht nachvollziehbar ist welche Teile des Films überhaupt von ihm stammen, entfällt das. Was bleibt ist der Eindruck, dass ein Kind nachts in ein Labor eingebrochen ist, munter alle vorhandenen Chemikalien in einen Behälter geworfen hat und das Ganze dann ordentlich durchgeschüttelt hat und auf einen Tisch gekippt hat. Getrennt voneinander befinden sich in diesem Werk sicher vier verschiedene Filme, die das ganze Spektrum von "erbärmlich" bis "eigentlich ganz in Ordnung" abdecken. Doch es passt einfach hinten und vorne nicht. Comicfans dürften sich darüber hinaus ärgern dass so gut wie nichts von der Vorlage her übernommen wurde. Ich würde das unter kreativer Freiheit verbuchen, doch auch die hat ihre Grenzen. Spätestens wenn das Ding seine Catchphrase "It's clobberin' time" von seinem gewalttätigen, großen Bruder übernimmt ist einfach das Maß voll. Auch ist fraglich ob es die dritte Origin-Story innerhalb von vier Filmen gebraucht hätte. 
© Fox
Fazit: Vermutlich der eindrücklichste Fall von "was hätte sein können wenn..." der letzten Jahre. Durchaus gute und interessante Ansätze werden ab der Mitte des Films von Banalitäten, Peinlichkeiten und generellem Irrsinn verschüttet. Abziehbildchen von Charakteren taumeln durch ein filmisches Wrack, dessen Ansätze hier und da durchschimmern. Und genau das ist das Schlimmste am Film: andauernd kann man einen Blick auf die Dinge erhaschen, die möglich gewesen wären. In einer anständigen Welt wäre dieser Gegenpol zu "größer, besser, lauter" ein guter und wichtiger Beitrag zum Superheldenthema gewesen. Gute Darsteller, einige gute Ideen, all dies ist vorhanden. Doch am Ende fehlt es an allem. Schlechte Effekte, peinliche Dialoge, aneinandergereihte Sinnlosigkeiten: sie alle machen betroffen, denn man ahnt, was daraus Gutes hätte werden können. Die Angst vor sich selbst, davor dann am Ende doch völlig anders dazustehen als der Rest, sorgt dann für ein überhetztes Finale, welches sich in unfreiwilliger Komik ergeht. Schade drum, einfach nur Schade.

Infos zum Film

Originaltitel: Fantastic 4
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Comicverfilmung, Sci-Fi, Action, Horror
FSK: 12
Laufzeit: 101 Minuten
Regie: Josh Trank
Drehbuch: Josh Trank, Jeremy Slater, Simon Kinberg
Darsteller: Miles Teller, Kate Mara, Michael B. Jordan, Jamie Bell, Toby Kebbell, Reg E. Cathey, Tim Blake Nelson

Trailer: 


Filmkritik: Ant-Man

© Marvel
Marvel baut sein Cinematic Universe stetig aus, und nachdem zunächst natürlich die ganzen "Großen" wie Iron Man und Captain America ihre Auftritte hatten, kommen nun auch die Helden zum Zug, die bisher nicht so im Rampenlicht standen. Letztes Jahr hat uns das mit "Guardians of the Galaxy" einen der charmantesten Einträge des MCU überhaupt gebracht. Und dieses Jahr ist nach dem großen Spektakel "Avengers: Age of Ultron" nun erneut ein kleinerer Held an der Reihe. Und das gleich im doppelten Wortsinn, denn Ant-Man kann sich schrumpfen. Außerdem kommuniziert er telepathisch mit Ameisen. Viel Aufheben wurde im Vorfeld um den Film gemacht, denn Edgar Wright, der Regie hätte führen soll und nun wenigstens noch für das Drehbuch mitverantwortlich war, verließ das Projekt mitten in den Vorbereitungen. Oder anders gesagt: man warf ihn nach den berühmten kreativen Differenzen raus. Nachdem sich schon Joss Whedon mit den Vorgängen rund um "Age of Ultron" nicht erfreut zeigte und auch Alan Taylor mitteilte, dass die Arbeit an "Thor 2" nicht sehr erfreulich war, galt es also das Schlimmste zu befürchten. Doch die Credits am Ende, und vor allem der Film an sich beweisen: seine eigenwillige Handschrift verteilt sich über den ganzen Film. Lest also nun die Kritik zu Marvels neuester Charme-Offensive, diesmal mit Ameisen statt Waschbären.
                                                                                                                                                                 

Story: Scott Lang (Paul Rudd) hat es nicht einfach. Wegen Einbruch saß er im Gefängnis, doch bei seiner Entlassung steht fest: die kriminellen Tage liegen hinter ihm. Denn seine Exfrau Maggie (Judy Greer) verweigert ihm den Kontakt zu seiner kleinen Tochter Cassie (Abby Ryder Fortson). Und ihr neuer Freund Paxton (Bobby Cannavale) hat ein besonderes Auge auf Scott geworfen, denn er ist Polizist. Doch die guten Vorsätze halten nicht lang. Dadurch wird Doktor Hank Pym auf Scott aufmerksam. Um seine Firma vor dem durchgedrehten Darren Cross (Corey Stoll) zu retten sieht Pym nur eine Möglichkeit: er muss seine Vergangenheit wieder aufleben lassen. Und dann ist da noch Pyms Tochter, Hope (Evangeline Lilly), die ebenfalls ihre eigenen Pläne verfolgt...
© Marvel
Kritik: Mit "Ant-Man" schickt Marvel sich an, den weirdness-Faktor um einiges nach oben zu schrauben. Immerhin handelt es sich um einen Helden, der auf Ameisengröße schrumpft, dabei seine Kraft behält und darüber hinaus telepathisch mit Ameisen kommuniziert, um ihnen Befehle zu erteilen. Doch scheinbar war man sich dessen vorher bewusst, und so wird sich überraschend viel Zeit genommen, um die Figuren einzuführen und die Geschichte vorzubereiten. Auch die obligatorische Einbettung in das MCU findet statt. Die üblichen Verdächtigen in Gestalt von Agent Carter, Howard Stark, Hydra und Shield tauchen kurz auf oder werden erwähnt, und einen witzigen Cameo gibt es ebenfalls (also, neben dem von Stan Lee natürlich). Nach wie vor bietet es sich also an, die anderen Filme ebenfalls zu kennen, um das Gesamtbild zu verstehen. Aber auch die Seitenhiebe auf den teilweise durchschimmernden Größenwahn der anderen Filme bleiben nicht aus, und sie fühlen sich durchaus berechtigt an. Neulinge im MCU sollten sich aber keinesfalls abschrecken lassen, denn die vielen Seitenhiebe sind zwar witzig für Kenner, aber elementar für diese Geschichte sind sie weniger bis gar nicht.

Nicht wenige dürften wohl auch bei der Besetzung von Paul Rudd ihre Zweifel gehabt haben. Zwar hat er schon rund 90 Filme und Serien in seinem Lebenslauf stehen, doch zur richtigen A-Liga gehörte er wohl bisher eher nicht. Dies ändert sich nun hoffentlich, denn er macht seinen Job hier wirklich fantastisch. Sympathisch bis zum Gehtnichtmehr, mit einem Humor der sich schwerlich beschreiben lässt, aber irgendwo zwischen todernst abgeliefert und albern hin und her pendelt. Auch den Konflikt mit seiner Exfrau und seine Motivation in Form seiner Tochter nimmt man ihm ab. Auch Michael Douglas überzeugt in der Rolle als Mentor und ehemaliger Ant-Man. Evangeline Lilly wirkt zu Beginn des Films arg distanziert, der Grund dafür klärt sich aber im Verlauf der Geschichte. Vor allem zwischen ihrer Figur Hope und Scott stimmt die Chemie. Corey Stoll ist mit der etwas undankbaren Rolle des typischen Marvel-Bösewichts betraut worden und meistert diese durchaus gut. Freundlicherweise wird auf sentimentale Flashbacks verzichtet, die uns erklären wollen wie aus einem anständigen Menschen ein Wahnsinniger wurde. Die notwendigen Infos finden in Gesprächen ihren Weg zum Zuschauer, passend eingebettet in den restlichen Film. Auch die obligatorische Trainingsszene ist überraschend unterhaltsam geworden, unter anderem beinhaltet sie Schlüssellöcher und Ameisen, die Zuckerwürfel transportieren.
© Marvel
Spaß machen vor allem aber auch die Nebenrollen, besonders die Knast-Freunde von Scott haben die Lacher auf ihrer Seite, ohne sich dabei der Lächerlichkeit preiszugeben. Die übersichtliche Anzahl der Darsteller betont ebenfalls den persönlicheren Touch des Films. Statt die Welt zu retten geht es vor allem um die gestörten Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Und spätestens hier triumphiert das Casting unter der fähigen Hand von Regisseur Peyton Reed, denn die inneren Sorgen, die intrinsische Motivation die Beziehung zum eigenen Kind zu verbessern, die nimmt man sowohl Rudd als auch Douglas ab ohne mit der Wimper zu zucken.

Auch die Effekte stimmen. Da es sich wohl um den persönlichsten Marvel-Film seit langem handelt und der Protagonist ziemlich klein werden kann, fallen auch die Actionszenen angepasst aus. Nach dem destruktiven Overkill des letzten Avengers-Ausflugs ist es geradezu erfrischend wenn Ant-Man beispielsweise durch eine Modellstadt läuft, in einem Serverraum Chaos stiftet oder ein Showdown in einem Kinderzimmer stattfindet. Die verschiedenen Perspektiven wissen ebenfalls zu gefallen und der stetige Wechsel zwischen lebensbedrohlicher Epik und banalen Dingen wie umfallenden Bauklötzchen sorgt wieder und wieder für herzliches Lachen. Dem passt sich der Soundtrack an, und auch hier sind einige Lacher zu finden, man achte beispielsweise auf Songs wie "Disintegration" von The Cure, wenn der Antagonist androht, jemanden im wahrsten Sinne des Wortes zu disintegrieren. Überhaupt, der Humor! Schwer zu beschreiben ist er, aber es gibt einige Szenen im Film die auf herrlich verrückte Weise so übertrieben sind, dass man nicht anders kann als zu lachen. Bevor es im kommenden Jahr mit dem "Civil War" also wieder todernst wird kommt dieser Beitrag hier gerade recht zur Entspannung. 

Die obligatorischen Post-Credit Szenen sind auch dieses Mal wieder zu finden. Ohne zuviel verraten zu wollen lässt sich sagen: besonders die erste dieser beiden Szenen dürfte einem Großteil des Publikums ein "hell yeah" entlocken, und auch auf der Meta-Ebene kommt man zu einer absolut richtigen und wichtigen Aussage. Die zweite Szene erfreute dann das Fangirl-Herz zutiefst und schließt den Bogen zum MCU, sitzen bleiben lohnt also auf alle Fälle. 

Zu bemängeln gibt es eigentlich nur, dass die einzelnen Charaktere trotz aller Sympathie dürftig gezeichnet sind. Sie wirken schablonenhaft, wenig detailliert und bisweilen sehr stereotyp. Dies wird vor allem durch die Leistung der Darsteller und die schmissigen Dialoge abgefedert, ins Auge fällt es aber trotzdem. 
© Marvel
Fazit: So langsam überrascht mich wirklich nichts mehr, was aus dem Hause Marvel kommt. Nachdem man den Zuschauern äußerst erfolgreich einen sprechenden Waschbären präsentierte war es eigentlich keine Frage, dass auch ein Typ, der Ameisen kontrolliert, irgendwie funktionieren würde. Doch "Ant-Man" ist bei weitem kein langweiliger Einschub, der auf die hinterletzte Bank abgeschoben gehört. Stattdessen ist der Film die pure Charme-Offensive. Das liegt weniger an den doch eher schablonenhaft geschriebenen Figuren als an den großartig aufgelegten Darstellern, allen voran Paul Rudd. Auch die Regie und das Script, die wohl größten Garanten für Sorgen seitens der Fans von Edgar Wright, sind wasserdicht. Der Humor ist erfreulich anders, als es sonst bei Marvel der Fall ist, und auch das Weglassen von außerirdischen Bedrohungen tut dem Film gut. Mit Sicherheit der bisher persönlichste Eintrag ins MCU, ist "Ant-Man" fest in dessen Mitte verankert. Zwei Post-Credit Szenen, von denen eine so dermaßen Meta ist dass der halbe Kinosaal vor Freude jubelte, gibt es ebenfalls. Es zeigt sich hier erneut wieso Marvel die Zügel in Sachen Comicverfilmungen bisher fest in der Hand hält.


Infos zum Film

Originaltitel: Ant-Man
Genre: Action, Abenteuer, Comicverfilmung
FSK: 12
Laufzeit: 117 Minuten
Regie: Peyton Reed
Darsteller: Paul Rudd, Evangeline Lilly, Corey Stoll, Michael Douglas, Michael Peña, Bobby Cannavale, Judy Greer
Trailer

Die Comic-Con kommt nach Deutschland!


Geht es euch in diesen Tagen auch so wie mir? In San Diego steht schon wieder die Comic Con auf dem Plan, und wie jedes Jahr blicke ich sehnsüchtig über den großen Teich und verspreche mir: nächstes Jahr, da fliegst du endlich mal rüber. Für gewöhnlich nehme ich mir dann vor, ganz viel zu sparen, aber bisher ist da nie was draus geworden. 

Doch die Rettung naht, und sie naht bereits im kommenden Jahr. Denn die Comic Con bekommt einen Ableger in Deutschland. In Stuttgart werden vom 25. bis zum 26. Juni 2016 auf dem Messegelände Stars aus Film und Fernsehen, Comiczeichner und zahlreiche andere Highlights anzutreffen sein. Die ersten drei Gäste sind bereits bestätigt, insgesamt sollen um die 30 Stargäste anwesend sein: 
James Marsters, bekannt aus "Buffy"
Nicole de Boer, bekannt aus "Star Trek: Deep Space 9"
Robert Picardo, bekannt aus "Stargate Atlantis"

(nein, ich bin beim Gedanken, James Marsters persönlich gegenübertreten zu können absolut nicht ausgeflippt, auf keinen Fall. Die Nachbarn mussten sich nicht erkundigen ob alles in Ordnung ist!)

Auch die Cosplayer werden voll auf ihre Kosten kommen, es wird Wettbewerbe geben, ein Cosplay-Village wird eingerichtet und am Samstag wird eine große Parade stattfinden. Persönlich finde ich Cosplayer ja immer ganz besonders toll, die Mühe, Arbeit und Detailverliebtheit, mit der viele da zu Gange sind ist echt der Wahnsinn. Ich nehme ja jede Convention mit, die machbar ist, und die Cosplayer sind immer wieder mein absolutes Highlight.

Panini wird mit Comics und Aktionen scheinbar der Hauptvertreter in diesem Bereich sein, macht ja auch Sinn, ist der Verlag doch ein Stuttgarter Urgestein. Messe-exklusive Publikationen, Zeichner und viele verschiedene Aktivitäten locken. Darüber hinaus werden wohl die für Conventions typischen Merchandise-Stände (ich fang besser schonmal mit dem sparen an...), Autogrammstunden, Panels, Ausstellungen und Walking Acts vorhanden sein. 
Immer ein Highlight: Cosplayer
Noch einige persönliche Worte zum Veranstalter: das gleiche Team ist in Deutschland bereits für Events wie die Fed*Con oder auch die Ring*Con verantwortlich, bringt also Erfahrung mit. Als Ring*Con Besucherin der ersten Stunde freue ich mich darüber ganz besonders, denn wenn jemand weiß, wie man ein solches Event auf die Beine stellt, dann ist es dieses Team.

Ja, wenn ihr mehr Infos braucht, dann besucht doch die Homepage: www.comiccon.de. Tickets könnt ihr dort auch schon kaufen, außerdem gibt es natürlich regelmäßige Updates. 

Freut ihr euch auf die Comic Con, und werdet ihr dafür nach Stuttgart fahren? Hinterlasst doch einen Kommentar :)
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