Heute wird gespielt: Fallout Shelter (Android /iPhone)

Ja, der Name meines Vaults ist extrem einfallsreich © Bethesda
Vermutlich bin ich nicht die einzige Person, die sehnsüchtig auf das Erscheinen von "Fallout 4" wartet. Freundlicherweise hat Entwickler Bethesda vor kurzem mit "Fallout Shelter" ein Spiel für Smartphones herausgebracht, um die Wartezeit zu verkürzen. Nachdem ich mich zunächst ein wenig geziert habe, hab ich das Spiel nun auch endlich heruntergeladen. Und jetzt will ich euch davon berichten. Ihr findet in diesem Artikel einen Test, zum Abschluss verrate ich euch dann noch ein paar Tricks, damit auch ihr einen erfolgreichen Bunker leiten könnt. 

Worum geht's? 

"Fallout Shelter lässt Sie eine der modernsten unterirdischen Bunkeranlagen der Firma Vault-Tec verwalten. Bauen Sie den perfekten Bunker, stellen Sie Ihre Bewohner glücklich und beschützen Sie sie vor den Gefahren des umgebenden Ödlands. Schaffen Sie eine bessere Zukunft… unter der Erde! Wählen Sie eine Reihe moderner Annehmlichkeiten aus, um eine Felshöhle 500 Meter unter der Erde in ein Bunkerparadies zu verwandeln."

 Die Anfänge eures Bunkers © Bethesda

Worum geht's tatsächlich?

Wie bei den meisten anderen Spielen dieser Art müsst ihr auch hier eine eigene kleine Stadt aufbauen. Nur handelt es sich eben um einen Bunker in einem Endzeit-Setting. Ihr bringt die Bewohner eurer Vault dazu in verschiedenen Räumen Ressourcen herzustellen, sorgt dafür dass sie Nachwuchs zeugen, geht auf Erkundungstour und wehrt gelegentlich Angriffe von Außerhalb ab. Das alles erinnert ein bisschen an Die Sims, ist aber wirklich charmant auf das Fallout-Universum gemünzt. Wer einen Shooter erwartet wird allerdings enttäuscht, es handelt sich um eine reine Aufbausimulation. Bis zu drei Vaults könnt ihr gleichzeitig betreiben.

Ein richtiges Freemium-Spiel ist "Fallout Shelter" dabei nicht. Es gibt keine ewig langen Wartezeiten wenn ihr etwas bauen wollt. Statt euch einfach Spielwährung, also Kronkorken, zu kaufen könnt ihr Lunchboxen erwerben. In denen befinden sich Sammelkarten. Diese Karten bringen euch Kronkorken, Waffen und Rüstungen, Ressourcen und manchmal auch seltene Charaktere ein. Ab und an gibt es diese Lunchboxen auch geschenkt. Sie sind ein nettes Extra, aber das Spiel funktioniert auch völlig stressfrei wenn man keine Boxen kauft. Eine Premium-Währung gibt es gar nicht. Da es von vornherein nicht um Tempo geht muss sich niemand abhetzen. Angenehm ist auch die Möglichkeit, direkt zu Beginn festzulegen ob man Push-Benachrichtigungen will. Lehnt man diese ab, hat man tatsächlich Ruhe ohne dass alle fünf Minuten eine nervige Warnung rausgeht. Großartig: das Spiel kommt auch ohne Online-Verbindung aus. 

Wie sieht das aus?

Irgendwie niedlich sieht das aus. Eine cartoonartige Grafik konterkariert das eigentlich drastische Setting. Besonders witzig wird es, wenn man in die einzelnen Räume hinein zoomt. Die Figuren unterhalten sich miteinander oder führen Selbstgespräche. Ihr solltet ab und an nach ihnen schauen, denn wenn sie in ihrem zugeteilten Arbeitsraum nicht glücklich sind, dann teilen sie euch das auch so mit. Und die Zufriedenheit eurer Bewohner ist das A und O! Passend dazu ist die Musik typisch für Fallout und lädt zum Entspannen ein. 

Quatschen bei der Arbeit... © Bethesda

Aber wie kriege ich zufriedene Bewohner?

Wie auch in den regulären Fallout-Spielen haben die Bewohner ihre SPECIAL-Fähigkeiten. Die verschiedenen Räume in eurem Vault sind auf diese Fähigkeiten abgestimmt. Für die Krankenstation ist es beispielsweise nützlich, wenn man ein wenig intelligenter ist. Achtet bei der Zuteilung einfach ein wenig darauf, dass die Bewohner dort landen, wo ihre Fähigkeiten zum Einsatz kommen können. 

Auch die Ressourcen spielen eine Rolle. Gibt es keinen Strom, dann schalten eure Räume sich nach und nach ab. Essen und Wasser sind ebenfalls wichtig, ansonsten verstrahlen die Bewohner oder verhungern ganz einfach. Unfälle, die entstehen wenn ihr den Tempo-Modus wählt machen kurzzeitig auch unzufrieden. Und falls alle Stricke reißen könnt ihr Männlein und Weiblein auch auf ein Intermezzo in die Baracken schicken. Achtet aber darauf dass Schwangere zwar arbeiten, aber keine Waffen tragen und im Notfall in die Baracken flüchten. 

Das Menü eines zufriedenen Bewohners © Bethesda

Nützliche Tipps und Tricks!

  • Ihr könnt bis zu drei Räume des gleichen Typs miteinander verbinden. Dadurch werden die Räume deutlich produktiver. Bedenkt dies, wenn ihr euren Bunker ausbaut. 
  • Lunchboxen können Ressourcen enthalten. Theoretisch könnt ihr eure Boxen vom Spielbeginn also aufbewahren und auf Glück bei den Karten hoffen. 
  • Wenn ihr das Spiel beendet werden noch drei Minuten lang Ressourcen verbraucht. Plant dies ein wenn ihr euch anderen Dingen zuwenden wollt. 
  • Charaktere mit hohem Charismawert verlieben sich schneller. Eine Schwangerschaft dauert 3 reale Stunden, bis das Kind erwachsen ist vergeht ebenso viel Zeit. Cersei Lannister würde "Fallout Shelter" nicht mögen, denn Inzest ist nicht möglich. Achtet also darauf, wen ihr zum Kinderkriegen auserwählt. Sind die Figuren verwandt quatschen sie darüber, wie schön es ist die Familie zu treffen. 
  • Brecht nicht in Panik aus, wenn die Rohstoffe knapp werden. Meistens lässt sich das beheben wenn ihr einfach eine Weile am Stück spielt. Achtet auf die Zuteilung der Bewohner. Qualifizierte Bewohner beschleunigen die Produktion drastisch. 
  • Falls es doch mal dauerhaft knapp wird: Ressourcenmangel wirkt sich nicht auf die Bewohner aus, die das Ödland erkunden. Schickt also die gut ausgerüsteten Leute mal nach draußen und lasst nur die Arbeiter im Bunker, die ihr wirklich braucht. 
  • Nutzt den Tempomodus weise. Unfälle machen eure Bewohner unglücklich und setzen die Timer des jeweiligen Raumes zurück. Wenn das Unfallrisiko unter 30% liegt seid ihr meistens auf der sicheren Seite. Als Belohnung für einen erfolgreichen Tempomodus wirken Kronkorken und Erfahrung. Ein hoher Glückswert senkt die Unfallgefahr. Achtet auch darauf dass niedrigstufige Figuren unter den stärker werdenden Rad-Kakerlaken deutlich mehr leiden.
  • Räumt eure Leichen auf! Falls doch mal das große Sterben beginnen sollte, so räumt die Leichen schnell weg. Die senken nämlich die Moral erheblich. Schwangere und Kinder können übrigens nicht sterben. Falls ihr das Massensterben nicht abwenden könnt schickt ihr die Leute am besten ins Ödland, dann müsst ihr euch nicht ums aufräumen kümmern. 
  • Kümmert euch zeitig darum die Tür eures Bunkers aufzuwerten. Eine gut bewaffnete Person im ersten Raum ist ebenfalls nützlich wenn die Raider sich zum Angriff entschließen. 
  • Wenn ihr auf Beutezüge geht oder Lunchboxen öffnet werdet ihr Waffen finden. Haltet ein paar davon im Lager. Wenn es einen Überfall gibt könnt ihr so schnell und effizient eure Bewohner ausrüsten. 
  • Kronkorken verdient ihr auf vielfältige Weise. Levelaufstieg, Beute aus dem Ödland, die tägliche Statusbewertung, der Verkauf von Waffen und Rüstung, Lunchboxen, ein erfolgreich eingesetzter Tempomodus und das Erfüllen von Spielzielen bringen Geldsegen.
  • Richtig erkunden leicht gemacht: Schickt eure Leute morgens auf Beutezug. Schaut ab und an mal rein ob sie noch genügend Stimpaks/Rad-away haben. Abends ruft ihr sie zurück. Das zurückkommen dauert halb so lang wie die Erkundung. Am nächsten Morgen könnt ihr eine Menge Beute einsammeln und das Spiel wiederholen. 
Das erste Mal auf Erkundungstour © Bethesda
Spielt ihr auch schon "Fallout Shelter"?

Alle weiteren Infos: 

Homepage

1 Kommentar:

  1. Ich bin die letzten Abende jetzt auch endlich mal dazu gekommen, das Spiel zu zocken. Das ist ja echt kurzweilig und eine nette Art, die Zeit zu füllen. Erfahrungsgemäß verlier ich aber an diesen Aufbausimulationen immer schnell das Interesse, irgendwie sind die bei mir immer nach einer Weile durch. Aber um die Wartezeit für Fallout 4 zu verkürzen allemal zu empfehlen!

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