Blogparade: All you need is love

Bei Frau Margarete findet momentan eine Blogparade in Serie und zum Thema Serie statt. Pünktlich zum vierten Teil hab ich das endlich auch entdeckt, und fühle mich nun gezwungen, ordentlich Senf dazu zu geben. Das Thema? "All you need is love". Der Stein des Anstoßes formuliert sich so:

Welche sind deine liebsten Liebespärchen im Film? Welche Liebesgeschichte findest du besonders romantisch? Oder auch: In welchen Seriencharakter bist du (heimlich?) verliebt? Vielleicht aber auch: Welche Serienpärchen nerven dich besonders? Braucht eine gute Serie auch eine tolle Liebesgeschichte oder meidest du Romantik eher?

 

Liebesgeschichten. Schwieriges Thema, ehrlich. Die meisten davon finde ich nicht gut erzählt. Alles ist immer Kitsch und Regenbögen-kotzende Einhörner und so. Aber wenn ich sage "die meisten", dann bedeutet dass ja automatisch auch dass es Liebesgeschichten und Paare gibt, die ich gerne mag. Paare, die anders sind, Paare bei denen ich sagen kann: wow, die finde ich wirklich klasse. Vielleicht auch ein bisschen Paare, in denen ich Eigenschaften von mir und meinem Freund wiedererkenne. Meine fünf Favoriten habe ich euch herausgesucht, und ich stelle sie nachfolgend vor und erkläre, wieso ich gerade diese Paare ganz besonders mag.

Amy und Rory, Doctor Who

Ich breche jetzt an dieser Stelle mal keine Diskussion vom Zaun, in der ich mich darüber aufrege was für dämliche Rollen die weiblichen Companions bei "Doctor Who" so haben. Stattdessen möchte ich über Amy und Rory reden. Die beiden machen unglaublich viel zusammen durch: Rory wird ausgelöscht, in der Zeit zurückgeschickt, er erschießt aus Versehen die Liebe seines Lebens, wartet dann 2000 Jahre auf sie, und Kinder kriegen ist nochmal ein ganz anderes Thema. Doch die beiden macht so viel mehr aus. Sie sind die perfekten Gegenstücke zueinander. Und sie vervollständigen sich. Rorys Unsicherheit wird durch Amy abgefedert, und er glaubt unnachgiebig an sie, selbst wenn sie fest davon überzeugt ist ein wandelnder Haufen Chaos zu sein. 


April und Andy, Parks and Recreation


Ah, April und Andy. Was so seltsam anfing entwickelte sich zu einer meiner allerliebsten Liebesgeschichten überhaupt. Ever! Beide bringen jeweils das Beste am anderen zum Vorschein. Andy schafft es, dass wir erkennen dass hinter Aprils dickem Schutzschild aus Ablehnung und Sarkasmus eine tiefe, innere Verletzbarkeit liegt. Und April vollbringt das Wunder und macht aus einem am Anfang wirklich nutzlosen Charakter einen der liebenswertesten Typen im Fernsehen. Sicher, die beiden sind ein bisschen verrückt. Aber wer ist das nicht? Und am Ende will jeder nur, dass der andere glücklich ist. Und beide würden alles dafür tun, ihren Partner glücklich zu machen. Oftmals ist bei Fernsehpaaren am interessantesten, wie sie zusammenfinden. Sobald dann das Paar als solches existiert, werden sie oft sterbenslangweilig. Aber nicht mit April und Andy. 


Leslie und Ben, Parks and Recreation


Noch ein Paar aus Parks and Recreation, ja. Aber mal ehrlich: die Serie ist voll von wundervollen Paaren. Und was sie so besonders macht ist die Tatsache, dass die Serie an sich um ihre Figuren besorgt ist. Niemand wird je der Lächerlichkeit preis gegeben, und alle Figuren werden dabei unterstützt ihr Glück zu finden. Für Leslie, die am Anfang immer irgendwie etwas zu verrückt wirkte, kam das passende Gegenstück in Form von Ben. Ben fing an als eine Person ohne jede Art von Selbstvertrauen, mit mehr Stöcken im Hintern als tatsächlichem Rückgrat. Doch die beiden finden zueinander. Leslie macht Ben selbstbewusster, Ben sorgt dafür dass Leslie ein kleines bisschen weniger verrückt ist. Beide vervollständigen sich, runden sich ab und werden zusammen einfach immer besser. Dass sie ihre kleinen Macken jeweils voll unterstützen macht sie noch liebenswerter als sie eh schon wären.
Lily und Marshall, HIMYM
Irgendwo da draußen rennen vermutlich Leute rum, die Ted bei "How I met your Mother" am meisten mochten. Die sich auch nach neun Staffeln noch ernsthaft dafür interessiert haben, mit wem er nun am Ende zusammen ist. Da gehör ich nicht dazu. Sogar Barney hat irgendwann mein Interesse nicht mehr halten können. Die einzigen Figuren in dieser Serie, die ich von der ersten bis zur letzten Folge wirklich mochte waren Lily und Marshall. Klar, die beiden sind manchmal ein bisschen nervig, wenn sie es mit ihrem Paar-Gehabe mal wieder übertreiben. Aber verdammt, eigentlich ist es total süß. Aber sie nehmen Rücksicht aufeinander, sorgen dafür dass der andere glücklich ist. Erinnert ihr euch, als Marshall jahrelang auf Oliven verzichtet hat, weil Lily sie so gerne mag? Und sie lieben sich nicht nur, sie mögen sich auch. Und im Verlauf der Serie entwickeln sie sich weiter, und jeder Schritt in dieser Entwicklung macht sie zusammen stärker. Wenn das nicht romantisch ist, was dann? 
Zoe und Wash, Firefly
 Zoe und Wash sind ein weiteres Beispiel für ein Paar, dass auch nach der Paarbildung interessant bleibt. Die beiden starten die Serie und sind schon lange verheiratet, und sie beenden sie auch verheiratet. Dazwischen gibt es kein Drama. Also, außer die Angriffe von den ganzen Weltraumbarbaren und Piraten und zwischendurch mal ein Kidnapping. Aber die beiden sind verrückt nacheinander, respektieren und akzeptieren sich. Angenehm finde ich auch, dass die beiden nicht zusammengekommen sind nachdem Wash in guter, alter Heldenmanier die Jungfrau in Nöten gerettet hat. Die beiden fanden sich einfach ansprechend, und zack - man wird ein Paar. Die stabile Verbindung der beiden kontrastiert dann auch wunderbar mit dem Chaos und der Ungewissheit auf dem Schiff. Da findet man kein Beziehungsdrama, und das ist extrem angenehm. Dass die beiden ohne diese ganzen, elenden Klischees auskommen (man braucht ewig bis man zusammenfindet - es gibt Stress - man trennt sich - oh, man findet wieder zusammen...) ist dann das Sahnehäubchen auf der Beziehungstorte.


Ist euer liebstes Paar auch dabei, oder habt ihr andere Favoriten? Lasst doch einen Kommentar da :)


 

Kommentare:

  1. Hey, vielen Dank für deinen Beitrag, freut mich sehr :) Zu Parks and Recreation und zu Doctor Who kann ich leider gar nichts sagen, weil ich die Serien nicht kenne (ja, Asche auf mein Haupt, v.a. wegen dem Doctor!)
    Bei HIMYM bin ich mittlerweile echt im Zwiespalt. "Früher" mochte ich Lily und Marshall auch sehr gerne, mittlerweile habe ich die Serie, dank unzähliger Wiederholungen im TV, wohl ein bisschen totgeschaut, weswegen mir da alle auf die Nerven gehen :D
    Aber bei Firefly und Zoe & Wash bin ich definitiv bei dir. Habe auch erst überlegt, sie in meine Übersicht aufzunehmen :)

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    1. HIMYM hab ich mir nur einmal angeschaut, die ganzen Wiederholungen meide ich... man hat ja den Eindruck das grad Pro7 nur 2 Serien im Nachmittagsprogramm hat :D Würde ich das mehrmals anschauen hätten die beiden aber durchaus ein gewisses Nervpotential, da geb ich dir absolut recht.

      Parks and Rec findet ja, hab ich so den Eindruck, grad auch hierzulande ein bisschen mehr Beachtung, und das absolut verdient. Ich kenn kaum eine Serie, die ihre Figuren mit so viel Liebe und Respekt behandelt. Eine der ganz wenigen Serien wo ich jede einzelne Figur wirklich liebe :)

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  2. Amy und Rory sind ein tolles Paar und eine Klasse für sich. Welcher Typ wartet schon 2000 Jahre auf sein Mädchen? Die meisten verlieren doch schon nach 20 Minuten die Geduld ;)

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    1. Ich vermiss die beiden auch total, es ist echt schlimm. Nach den beiden war das erste Mal, dass ich einen Companion wirklich gar nicht leiden konnte, weil ich den davor so vermisse :D Clara hat mich erst in der letzten Staffel überzeugt, die arme ^^

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